Sind Verkehrsteilnehmer durch marode Bauwerke gefährdet?

Sind Verkehrsteilnehmer durch marode Brücken gefährdet?

Nein, die Verkehrsteilnehmer sind beim Überfahren von Brücken, z.B. der Rheinbrücken und der Hochstraße „Tausendfüßler“, keinerlei Gefährdung ausgesetzt. Die Sicherheit der Brücken liegt bei Straßen.NRW im Fokus. Zu diesem Zweck führen wir regelmäßig Brückenprüfungen durch.
Das sind:

  • alle sechs Jahre die so genannte Hauptprüfung
  • alle drei Jahre eine abgespeckte einfache Prüfung
  • mindestens einmal jährlich in Augenschein genommen
  • statische Berechnungen vieler Brücken

Abhängig vom Alter der Brücke, des verbauten Materials und der Verkehrsmengen kann so die aktuelle „Lebensdauer“ bestimmt werden. Danach wird entschieden, ob die Brücken saniert, verstärkt oder neu gebaut werden müssen, um auch für die nächsten Jahrzehnte sicheren Verkehr zu gewährleisten.

 

Sind Verkehrsteilnehmer durch marode Tunnel gefährdet?

Nein. Auch Tunnelbauwerke mitsamt ihrer Sicherheitsausstattung werden in regelmässigen Abständen überprüft und ggf. saniert. 2004 wurde als Reaktion auf die verheerenden Unglücke in den Alpenländern europaweit und somit auch in NRW ein grundlegendes Erneuerungsprogramm für alle Tunnel gestartet. Ziel ist es, jeden Tunnel auf den neuesten Stand der Sicherheit zu bringen.

Viele der 55 Tunnel in NRW haben bereits ein gutes bis sehr hohes Sicherheitsniveau. Jeder fertig nachgerüstete Tunnel im Verlauf von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gehört damit zu den sichersten in Europa. Damit das auch so bleibt, unterzieht der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen seine Tunnel regelmäßig einem Sicherheitscheck, um die Funktion der eingebauten Technik zu überprüfen. Durch regelmäßige Übungen proben Straßen.NRW und die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei den Ernstfall. Basis für die Nachrüstung sind der zwischen 2001 und 2003 durchgeführte Sicherheitscheck sowie die "Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln" (RABT), Ausgabe 2006. Die RABT wurden 2003 vor dem Hintergrund der Tunnel-Unglücke in den Alpen bundesweit eingeführt.